Attraktive Lernräume: Perspektivenabgleich Ministerium, Schulaufsicht, Schulträger und Schulleitung
Die Jury des Deutschen Schulpreises hat es mit der Wahl der Siebengebirgsschule Bonn als Hauptpreisträger 2024 klar und unmissverständlich formuliert: „Mehr lernen mit weniger Unterricht“.
Neben innovativen pädagogischen Konzepten, einer Entwicklung hin zu einem Growth Mindset bei Lernenden, Lehrenden, Schulleitungen, Schulaufsicht und Ministerium stellt die wirksame Gestaltung des „Lernraums“ - nicht nur des Klassenzimmers - einen wesentlichen Gelingensfaktor für diese Transformation dar. Ausgehend vom pädagogischen Konzept muss der Lernraum den Lernenden attraktive Anreize zum selbstbestimmten und selbstorganisierten Lernen bieten, sei es alleine, zu zweit oder im Team. Insofern muss die Pädagogik zwingend das Design der Lernräume und Schulmöbel bestimmen und nicht - wie so häufig - umgekehrt. Nur, wenn Lernräume mit „pädagogischer Schönheit" geflutet werden und zum „Gewächshaus für Kreativität“ werden, kann der Paradigmenwechsel im Deutschen Schulsystem von Erfolg gekrönt sein.
Durch den verpflichtenden Anspruch zur Ganztagesbetreuung ab 1. August 2026 erhöht sich für Schulen, Schulaufsicht, Schulträger und Ministerien der Druck, innovative Raumkonzepte zu erarbeiten und umzusetzen. Das Startchancenprogramm untermauert die Bedeutung des „Raums als Dritten Pädagogen" durch die Programmsäule I (Investitionen in eine zeitgemäße und förderliche Lernumgebung).
Um Schulraum erfolgreich und wirksam zu transformieren, müssen zum Teil gegenläufige Perspektiven und Grenzen in Einklang gebracht werden - die der Schule, der Schulaufsicht, des Trägers sowie des Ministeriums.
In dem Diskussionspanel werden die unterschiedlichen Perspektiven (und Grenzen) konkret thematisiert, herausgearbeitet und zueinander abgeglichen. Als Ergebnis könnten sich erste Ansatzpunkte und Handlungsfelder für ein Gelingen sowie Chancen für die wirksame Gestaltung von attraktiven Lernräumen ergeben.
Donnerstag, 27.November 2025,
13:30–14:45 Uhr
| Raum 2 / 1.OG
Panel

Joachim Schnabel
Schulrat Staatliches Schulamt

Ulrike Hölzel
Schulleiterin Grundschule Feucht

Ben Schwarz
Landrat Landkreis Roth

Dr. Alfons Frey
Leitung Bayerische Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)